Jens Gehrcken - Visualisierung + Architekturfotografie
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Ludwig-Maximilians-Universität München – Forschungszentrum für Chemische Epigenetik (ICE-M)

Bauherr
Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt München 2

Verhandlungsverfahren 1. Rang
2016

Planungsbeginn - Fertigstellung
2016 - 2020

Leistungsphasen
2 - 8

Team
Planung: Corinna Huber, André Frühoff, Bauleitung: Markus Dunau, Felix Kraemer

Gebäudedaten
Gesamtkosten 33.900.000 €
Bruttogeschossfläche 8.053 m²

Der High-Tech-Campus der Ludwig-Maximilians-Universität München wird um das Forschungsgebäude „Institute for Chemical Epigenetics Munich (ICE-M)“ in Großhadern/Martinsried erweitert. Der Neubau liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den naturwissenschaftlichen und medizinischen Einrichtungen und bildet zusammen mit dem Forschungsbau BioSysM einen signifikanten Auftakt am nordwestlichen Eingang zur Forschungslandschaft „Fakultät für Chemie und Pharmazie“.

Ziel der Forschung des Instituts für Chemische Epigenetik ist die Aufklärung der Funktionen von DNA- und RNA-Basen in den Zellen und die Entschlüsselung des epigenetischen Programms. Inhaltlich befassen sich die Wissenschaftler mit der Stammzellforschung und -therapie.

Der Haupteingang des 5-geschossigen kompakten Baukörpers mit seinem rechteckigen Grundriss und abgerundeten Ecken wird durch den Einschnitt im Nordwesten markiert und bietet damit einen überdachten Empfangsbereich. Das großzügige und verglaste Foyer dient der wissenschaftlichen Kommunikation und als Aufenthaltsort.

Der Forschungsbau gliedert sich im Grundriss in die drei Bereiche Mittelblock, West- und Ostseite. Im kompakten Mittelblock befinden sich im Erdgeschoss die Labore sowie der Konferenzraum für Veranstaltungen. In den Obergeschossen sind die großen Doppellabore mit angrenzender Auswertezone angeordnet. Durch die Dunkelzone werden diese von den übrigen Laboren im Norden getrennt. Auf der West- und Ostseite des Institutsgebäudes sind, durch das Foyer im Westen und den Flur im Osten vom Mittelblock getrennt, die Verwaltungsbereiche mit Büros, Computerräumen und kleineren Laboreinheiten untergebracht.
Die Technikzentrale, die schwingungsempfindlichen TEM-Mikroskop-Labore sowie weitere Mikroskopielabore befinden sich im ersten Untergeschoss.

Die Fassade wird durch eine horizontal umlaufende Bänderung bestehend aus weißen Glasverbundplatten gegliedert und bietet ein Wechselspiel zwischen den geschlossenen Bereichen und den durchlaufenden Fensterflächen bzw. dem verglasten Erdgeschoß. Der zurückversetzte Technikaufbau im 4. Obergeschoss ist mit einer einheitlich umlaufenden Fassade aus vorgehängten horizontalen, dunklen Aluminium-Lamellen verkleidet.