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Universität Regensburg – Regensburger Zentrum für ultraschnelle Nanoskopie (RUN)

Bauherr
Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Regensburg

VgV-Verfahren 1. Preis 
2018

Planungsbeginn - Fertigstellung
2018 - 2023

Leistungsphasen
2 - 8

Team
Planung: Silke Koller, Irina Jerdeva, Stanimir Pantulov, Funda Meral, Bauleitung: dreier+lauterbach architekten und ingenieure gmbh München

Gebäudedaten
Gesamtkosten 38.000.000 €
Bruttogeschossfläche 6.974 m²

Planen im Bestand bedeutet, die vorhandenen Werte zu erkennen, neu zu interpretieren und zu optimieren. Diese Ausgangssituation ist die Basis für das Entwurfskonzept in städtebaulicher, funktionaler und gestalterischer Hinsicht.

Der neue Baukörper des Zentrums für ultraschnelle Nanoskopie RUN übernimmt in der städtebaulichen Gesamtstruktur der Universität die Charakteristik der niedrigen Hörsaalgebäude, die sich als Solitäre in den zentralen Grünraum des Hochschulcampus hineinragen. Die Baustruktur nach dem Prinzip der „Leiterstruktur“ bleibt in dieser Hinsicht in ihrer Gesamterscheinung erhalten.

Wesentliches Merkmal des Konzepts ist die Trennung des Neubaus in zwei Baukörper, das eingeschossige sieben Meter hohe Präzisionslaborgebäude und das zweigeschossige Büro-/Laborgebäude mit Hörsaal.

Aufgrund sehr hoher Anforderungen an den Erschütterungsschutz wird das Präzisionslaborgebäude „eingegraben“ und neben dem Büro-/Laborgebäude separat gegründet. Dieses Konzept ermöglicht ein zweigeschossiges Hauptgebäude, dass die städtebauliche Zielsetzung niedriger Baukörper zur Grünachse und Einhaltung der Baugrenze erfüllt.


Der Haupteingang des Büro-/Laborgebäudes orientiert sich zum zentralen Grünraum und führt in das Hörsaalfoyer, dem zentralen Kommunikationsort des RUN-Zentrums. Hier ist der Baukörper über die „Studentenwege“ mit den Fakultäten der Universität verbunden. Auf der Erdgeschossebene werden der Seminarbereich und die Büros der Wissenschaftler erschlossen, im Obergeschoss die obere Hörsaalebene, weitere Büros und die Labore. Eine zentrale Treppe führt in das wissenschaftliche Herzstück des RUN im 2.UG, in einen unterirdischen Präzisionsmikroskopierbereich, der über die Technikzentrale im 1.UG des Hauptgebäudes versorgt wird.

Das modulare Bausystem der Uni Regensburg bildet die Basis für die Tragwerks- und Fassadengestaltung.